OperationRosa
Toleranzgruppe am Gymnasium Eckental

Statements


„Statements zu den Gründen für die Wahl des P-Seminars „OR“ und zu der Entscheidung für einen Kampf für Toleranz“

 

 

Bereits während meiner Kindergarten- und Grundschulzeit musste ich miterleben, wie Kinder mit Migrationshintergrund, Mitschüler, die sich in ihrem Äußeren oder ihrem Verhalten von anderen unterschieden, vom Rest der Gruppe ausgegrenzt und gemobbt wurden. Als ich von meinen Eltern aufgefordert wurde, diesen Kindern zu helfen und mich um sie zu kümmern, wurde ich selbst Mobbingopfer. Sogar die ursprünglichen Betroffenen wandten sich von mir ab, um dadurch selbst wieder zur Gruppe zu gehören.

Jeder Einzelne von uns ist irgendwie anders. Dieses „Anderssein“ möchte er von seiner Umwelt toleriert haben. Das funktioniert aber nur dann, wenn er dieses „Anderssein“ auch bei anderen akzeptiert und toleriert.

Nachdem ich die Gruppe „OperationRosa“ kennen gelernt hatte, bemerkte ich, dass in dieser Gruppe einiges anders ist als im gewöhnlichen Unterricht, als im alltäglichen gegenseitigen Umgang der Schüler und Lehrer. Man akzeptiert andere und andere akzeptieren einen – egal, „wie anders“ man ist. Da ich aufgrund vieler Termine außerschulisch zumeist wenig Zeit für Freizeitaktivitäten und Miteinander mit anderen Schülern fand und finde, hoffte ich, dass ich vielleicht ein Seminar im schulischen Rahmen kennen lernen könnte, das für Vielfalt und Kreativität und für den Kampf gegen Unterdrückung und Eintönigkeit steht.

Die Seminarwahl war gekommen und auch die Inhalte der auf uns zukommenden Unterrichtseinheiten standen bereits näherungsweise fest: Die Gruppe „OR“ allgemein war auf der Kurzbeschreibung zur Oberstufe festgehalten. Diese definierte sich erstens näher durch die Stärkung und Betreuung von Mitschülern: Als ich diesen Gedankengang las, bemerkte ich bereits, dass ich mich in Zukunft wohl um Mitschüler kümmern darf, die dasselbe Schicksal wie ich erleben. Zweitens stand dort „Teilnahme an „Wettbewerben“ und „Öffentlichkeitsarbeit“, was eine fehlende Ergänzung zu meinem Ziel „einfach nur so“ tolerant „nach innen“ zu sein, komplettierte: Ich durfte nun auch die Hoffnung hegen, diese von der Gruppe „OR“  Werte nach außen tragen zu dürfen und sogar meiner Umwelt und der gesamten Gesellschaft deutlich zu machen, wie wichtig es ist, auch Menschen zu akzeptieren, die anders sind als man es erwartet, die vielleicht nicht dem „Idealbild“ unserer heutigen Welt entsprechen und trotzdem akzeptiert werden müssen. Die Ausbreitung dieses „Toleranz“-Verständnisses sollte bereits in jungen Jahren erfolgen, da – wie es von diversen Psychologen erforscht wurde – die Persönlichkeitsbildung dieser Menschen auf dem Entstehen von Nachahmungsprozessen beruht: Nur, wenn man seinen Kindern bereits in frühen Jahren, Toleranz zum Vorbild macht, kann diese ein Leitmotiv für die zukünftige Gesellschaft sein und es auch bleiben. Jedoch werden die Erzieher dieser jungen Menschen auf dieses erst aufmerksam, wenn wir als „OperationRosa“ in der Öffentlichkeit über die Missstände informieren und deren Beseitigung fordern und eigenständig dabei mitwirken, sei es als gesamte Schulgruppe oder als Individuum. Dieser gerade erwähnte Punkt betrifft auch die weiteren genannten Punkte, die die Kurzbeschreibung umfasste: Die Werte der Toleranz, die „Art. 131 Abs. 1 mit 3“ umfasst, Wertebewusstsein, kulturelle und ästhetische Bildung, Sensibilisierung der Mitmenschen für die Wichtigkeit des humanen Miteinanders, waren einige dieser Punkte.

Besonders werde ich mich im Bereich des Seminars engagieren, der sich mit einer statistischen Auswertung der Zahlen von Schülern mit Migrationshintergrund an unserer Schule befasst. Besonders gereizt hat mich dabei die Vielfalt meiner Mitschüler in diversen Klassen und Jahrgangsstufen kennen zu lernen. Außerdem soll ein persönliches Interview mit derartigen Schülern erfolgen. Dabei interessiert es mich besonders, wie diese Schülerinnen und Schülern integriert sind und, ob ihre Herkunft etwas am Zusammenleben mit der Gesellschaft bzw. den Mitschülern in Deutschland ändert. Sollten Missstände festgestellt werden, gilt es diese  genau zu klassifizieren und bestenfalls völlig, jedoch allenfalls ansatzweise zu beseitigen.

Zusammenfassend lässt sich damit sagen, dass ich mich für Toleranz engagieren möchte, da man durch diese die Möglichkeit erhält, Menschen, die etwas anders sind als man von ihnen vielleicht erwartet, zu akzeptieren. Des Weiteren möchte ich die Vielfalt und Kreativität fördern helfen; denn Toleranz ist die Grundlage jeder pluralistischen Gesellschaft, ohne die man keine Meinungen von gesellschaftlichen Minderheiten akzeptieren kann.

Marcel Bock, Q11

 

 

 

Nicht nur in Eckental gibt es Rassismus und Diskriminierung, sondern auch auf dem Rest der Welt.

In unserer Gesellschaft gibt es immer wieder rassistische Vorfälle, die beweisen, dass der Widerstand und der Kampf gegen Rassismus ein allgegenwärtiges Thema bleiben muss. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Deshalb habe ich mich nicht nur für tolerantes Verhalten entschieden, sondern auch für das P-Seminar OperationRosa.

Patrick Adrian, Q11

 

Ich habe mich für das P-Seminar OperationRosa entschieden, weil ich schon seit mehreren Jahren in der Arbeitsgruppe mitwirke. Da wir dort große Errungenschaften leisten konnten und weil ich mich mit dieser Organisation identifiziere, möchte ich sie auch weiter unterstützen und mitgestalten.

Lorenz Fischer, Q11

 

Ich habe das P-Seminar „OperationRosa“ gewählt, weil ich es gut finde, gegen Rassismus vorzugehen und sich für Toleranz einzusetzen, da jeder Mensch auf der Welt die gleichen Rechte haben sollte, und viele kleine Dinge auch Großes bewegen können.

Markus Kotschi, Q11

 

Ich habe mich für dieses Projektseminar entschieden, weil ich seit drei Jahren Teil des Wahlunterrichts „OperationRosa“ bin und mir das Organisieren und Durchführen der Aktion immer sehr viel Spaß bereitet hat. Toleranz ist für mich außerdem ein wichtiger und manchmal zu stark vernachlässigter Aspekt in unserer Gesellschaft, der gestärkt werden muss.

Hannah Kutschera, Q11

 

Ich habe mich für das P-Seminar „OperationRosa – SORSMC“ entschieden, weil ich Toleranz an der Schule wichtig finde, und es auch jetzt interessant ist, wenn Asylanten zu uns kommen, diese kennenzulernen und ihnen evtl. zu helfen.

Sina Maußner, Q11

 

Toleranz im Allgemeinen ist ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Dieses Dulden anderer Ansichtsweisen ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Aspekte in einer modernen, offenen Gesellschaft und ermöglicht uns, unseren Horizont zu erweitern. Ich habe mich für das P-Seminar Deutsch entschieden, da Deutsch schon immer eine große Leidenschaft für mich war und ich mich gerne für mehr Toleranz in unserer Gesellschaft einsetzten möchte. 

Lea Rahner, Q11

 

Ich habe mich für das P-Seminar „OperationRosa – SORSMC“ entschieden, weil ich gerne ein Vorbild für andere sein möchte und zeigen will, was alles möglich ist, wenn man als Gemeinschaft zusammenarbeitet.

Nina Sachsenweger, Q11

 

Ich bin im P-Seminar Deutsch „OperationRosa", da mir Toleranz, vor allem gegenüber Minderheiten sehr wichtig ist, und ich versuchen möchte, selbst toleranter zu werden.

Florian Schmiedel, Q11

 

Ich habe mich für das P-Seminar „OperationRosa“ entschieden, weil ich etwas dazu beitragen möchte, dass es innerhalb der Schule keine Vorfälle unter den Schülern wegen Vorurteilen gibt. Wenn dieses gute Miteinander unterschiedlicher Kulturen gut funktioniert, ist diese Schule auch ein Vorbild für andere Schulen. Ich erwarte mir von diesem Seminar Anregungen für Aktionen, mit denen ich Ängste gegenüber anderer Kulturen abbauen kann.

Nadine Schulz, Q11

 

Für mich ist Toleranz ein Wert, für den ich mich gerne aktiv einsetze, da Toleranz eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Ohne sie gibt es keine Vielfalt und jeder müsste sein Leben abgeschottet oder monoton leben.

Lisa Steger, Q11

 

Ich habe dieses Seminar gewählt, weil ich Werte wie Toleranz in einer Demokratie für sehr wichtig halte. Zudem bemerke ich schon seit Jahren einen rechten Strom in Deutschland. Diesem Strom möchte ich aktiv entgegenwirken!

Michael Ulbig, Q11

 

Meine Wahl des P-Seminars Deutsch „OperationRosa“ habe ich ganz bewusst gewählt. Ich war vor der Q11 stark im Wahlfach dieser Gruppe vertreten, und  möchte mich auch weiterhin für Toleranz, Demokratie und soziale Werte an der Schule und in der Gesellschaft einsetzen. Wo geht das besser, als in einem geregelten Unterricht in der Schulzeit? Und ich bekomme darauf, was mir sehr viel Spaß macht und ein Stück mein Hobby geworden ist, meine Noten. Geht es denn besser? – Wohl kaum.

Max Zeuch, Q11