OperationRosa
Toleranzgruppe am Gymnasium Eckental

Sex sell´s! - Muss der tägliche Druck sein?


Sex sells?


Als ich heute Morgen aufwache, griff ich automatisch zu meinem Samsung-Handy. Ich schalte es ein und checke, wie jeden Morgen, WhatsApp, Instagram und Twitter, als wäre es meine Tageszeitung. Dann ziehe ich meine H&M Klamotten an, nehme meine Schultasche von Adidas und mache mich fertig. Schon auf dem Schulweg fällt mir auf, dass alle Mädchen mit ihren ähnlichen Parkas und Boots gleich aussehen. Beim Betreten der Aula sieht man sofort die nicht wintergerecht angezogenen Schüler und Schülerinnen mit ihren dünnen Jacken und bauchfreien T-Shirts. Auffallend sind auch die oberflächigen Gespräche der Jugendlichen über Markenkleidung und Make-up.

Ich komme zur ersten Stunde ins Klassenzimmer und der akute Deo-Geruch riecht unfassbar gut, dass er wieder stinkt. Die Mädchen sitzen in einem Kreis, weil sie sich darüber austauschen müssen, für wie viel Geld sie sich am Wochenende Klamotten gekauft haben. Wer kein Geld hat, wird ausgeschlossen. Das typische trendige Mädchen trägt ein kariertes Hemd, eine vor allem Arsch-betonende Leggings und flache Vans. Auf der Gegenseite ist bei den Jungs das Fitnessstudio angesagt; dann ein breit gebauter Körper mit Nike Air Force, Röhrenjeans und ein kariertes Hemd.

Im Endeffekt kann ich sagen, dass jeder so herumlaufen sollte wie er will. Ob vollkommen vermummt, bauchfrei oder doch gleich splitternackt. Meiner Meinung nach geilt sich die heutige Jugend schon lange nicht mehr an realen Menschen auf, sondern an genau den perfekt angepriesenen Models im Internet, worin junge Menschen wiederum ihr Ideal sehen. Denn wie ich weiß, sind große Brüste und Knackpo ja wohl das Wichtigste an Frau/Mann, oder nicht? 

                                                                                                          Ethik (2014/15, 9abcdf)

Sex sells?

Schon früh, direkt nach dem Aufstehen, ist es für jeden eine Qual, etwas Passendes aus all den Markenklamotten zu finden. Nach ewigen Suchen findet man dann etwas und dann...

Gut gestylt, ausgeschlafen, enge Jeans, lustig, tolle Laune. Wenn die Schule betreten wird, muss von der einen auf die andere Sekunde alles passen. Die Ausstrahlung, das Outfit, die Energie und die Laune. In der Schule laufen einem dann nur aufgestylte Schülerinnen mit riesigem Dekolleté und Mini-Jeans entgegen. Dagegen ist man sprachlos; ebenso bei den Jungs. Von der Justin Bieber-Schüttelfrisur bis zur Hose, die so weit wie möglich nach unten gezogen wird. So viel Stress wegen seines eigenen Erscheinungsbildes ist, wie wir finden, in der Schule überbewertet. Unserer Meinung nach sollte jeder die Klamotten tragen, die er mag, und nicht jede Markenklamotte kaufen, nur  aus dem Grund, da sie angesagt ist. Man rennt jedem „Trend“ nach, obwohl einem die Klamotten überhaupt nicht gefallen. Man verfällt dem „Gruppenzwang“. Deshalb sollte man von Beginn an zu seinem persönlichen Style stehen.

Unser Fazit ist, dass es der ideale Weg ist, Klamotten zu kaufen, in denen man sich wohl fühlt, und sich nicht anzieht, wie jeder andere es möchte. 

 

                                                                                                          Ethik (2014/15, 9abcdef)

Sex sells?

Am Morgen: Der Wecker klingelt, ich schalte ihn erstmal wieder genervt aus. Nachdem mich der Wecker wieder aus dem Schlaf reißt (… ich stelle ihn mir immer vorsichtshalber mehrmals), entscheide ich mich dazu, doch mal aufzustehen. Mein erster Griff geht zu meinem nagelneuen Handy und ich checke erstmal Whatsapp, Instagram, Twitter, etc. ab. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass es jetzt mit der Zeit knapp wird, um mich richtig fertig zu machen. Panik!!! Ich muss ja schließlich noch das perfekte Outfit für den Tag finden: und das Make-Up muss auch dazu passen. Gestresst renne ich zu meinem Kleiderschrank, probiere fünf Outfits, um mich dann doch für das erste zu entscheiden. Nächster Halt ist mein XXL-Schminktisch mit Beleuchtung. Als ich nach einer ganzen Weile mein Kunstwerk vollendet hatte, dürfen ein paar Selfies natürlich nicht fehlen; um sie ja später auf Instagram mit dem Hashtag „NOMakeUp" zu posten. Danach schnappe ich mir mein Schulzeug und einen Apfel, den ich auf dem Weg zum Bus esse. Natürlich halte ich diesen Moment auf Snapchat mit Hashtag healthy fest.

Im Bus checke ich, wie alle anderen Mädchen auch, mit meinem Taschenspiegel mein Aussehen und kämme die vom Wind zerstörten Haare mit meinem neuen, pinken Tangleteezer. Die Jungs unterhalten sich währenddessen über die neusten Ballerspiele auf ihrer PS4, prahlen über ihre Highscores und zocken FIFA auf ihrem Iphone 6+.

In der Schule angekommen umarme ich erstmal meine süßen Freunde, die mich sogleich über die Neuigkeiten in der Schule und die Gerüchte in der Star- und Youtube-Welt informieren. Im Klassenzimmer hänge ich erstmal meinen grünen Parka zu den anderen, genau wie meinen karierten Schal von Zara. Danach laufe ich zu meinem Platz (… letzte Reihe natürlich), nehme mir einen Kaugummi und, nachdem der Mathelehrer uns begrüßt hat, ist mir eingefallen, dass ich ja noch gar nicht weiß, warum sich Chantal von Kevin getrennt hat. In Mathe check ich „zur Zeit" mal wieder Null – mich interessiert eigentlich nur, wann ich wieder genug Geld zum shoppen habe. Und wegen den Hausaufgaben, … die schickt mir bestimmt jemand im Klassenchat. Physik ist übrigens mein zweites Hassfach: z.B. wenn der Lehrer fragt, wie hoch die Maximalgeschwindigkeit eines Jumbos ist ... Ich mein ja nur, ich bin kein Pilot! Woher soll ich das wissen? Außerdem denk ich eh die ganze Zeit nur an die Jungs aus einer Klasse über mir. – Hä? Hab ich da grade meinen Namen gehört? Lena & Lisa lästern doch schon wieder. Nur dumm, dass sie nur eine Reihe vor mir sitzen, ich alles höre und sie so laut reden, dass sich sogar der Lehrer manchmal umdreht. Aber die zwei haben so oder so nicht den besten Ruf, deswegen kann's  mir egal sein. Aber wo war ich?

Ach so, bei den Jungs. Und apropos Jungs! Hat Leon schon wieder neue Air Max? Muss ja zugeben, die seh´n echt nicht schlecht aus, und allgemein ist er ja auch echt süß. Endlich Pause. Auf dem Weg in die Aula ruft Eugen (… der größte Nerd der Schule) meinen Namen, aber ich laufe einfach weiter. Unten angekommen, wollte er wieder mit mir reden, aber auf so einen lass ich mich gar nicht erst ein. Der schaut den ganzen Tag nur Star Wars, Star Trek und den ganzen anderen Krampf. Naja, ich stell mich dann mal lieber zu Leon und seinen Kumpels. Bei ihnen angekommen, wurde mal wieder diskutiert, bei wem die wöchentliche Shisha-Party stattfinden soll und wer was mitbringt. Als sie mich bemerken, laden sie mich auch ein – aber ich hatte keine Lust. Schon allein, weil Luca kommen würde, der ziemlich versaut ist, und ich mir nicht den ganzen Abend Witze und Geschichten anhören will, wo er was mit wem hatte. Nebenbei kam dann der Gedanke, dass wir ja eh nur noch Kunst hätten … und wir das dann ja ausfallen lassen könnten. Nachdem etwas verfrühten Unterrichtsschluss stellten sich die Jungs zum Bahnhof und rauchten erstmal, um cool rüberzukommen. Aber wer will einen Jungen, der nach Rauch stinkt?

Ich verabschiede mich und laufe dann ein bisschen schneller, um meinen Bus nicht zu verpassen. Zuhause angekommen, ziehe ich mir als erstes meine Jogginghose an, schmeiß mich aufs Bett, mache Musik an und verfolge die Klassenchat-Diskussion mit. Während ich das alles lese, schreibt mich irgendein Typ an und fragt mich ernsthaft, ob ich morgen Zeit hätte, mit ihm zu schlafen. Ich blockiere ihn sofort und schicke meiner besten Freundin, die leider ein bisschen weiter weg wohnt, einen Screenshot davon. Sie ist genauso perplex und entgeistert wie ich. Dann wechseln wir das Thema und schreiben über allesmögliche. Als ich dann irgendwann mal wieder auf die Uhr schaue, bemerke ich, dass es ja schon elf war. Ich verabschiede mich und gehe Haare waschen und duschen. Danach schreibe ich noch die Hausis ab und lerne den Stoff für die morgigen Stunden. Um Zeit zu sparen, lackiere ich mir die Nägel. Als der Nagellack getrocknet war, gehe ich ins Bett.

 

 

                                                                                                          Ethik (2014/15, 9abcdef)

Sex Sells?

Sobald man die Schule betritt, kommt eine Welle von Markenkleidung entgegen geschwappt. Die Gespräche der Teenager drehen sich immer nur um die neusten und besten Produkte. Wer mit dem neuesten Mobiltelefon und den besten Nikes dasteht, wird bewundert und bekommt Aufmerksamkeit. Schüler, die das alles nicht besitzen, werden gemoppt.

Als ich das Klassenzimmer betrete, stehen sie überall herum. Die Kerle, die Dank jahrelangem Studium herausgefunden haben, wie tief ihre Hosen hängen müssen, damit sie beim Laufen nicht behindert werden. Da es am besten ist, wenn man die schillernde Polyzathalhexapropanol-Faser-Boxershort sehen kann. Doch auch beim anderen Geschlecht ist nichts anders. Denn sie unterhalten sich über Farben und Schnitte irgendwelcher Kleidungsstücke, die nicht mal die Hälfte ihres Körpers bedecken.

Aber insgesamt ist es jedem selbst überlassen, wie er sich kleidet. Man sollte jedoch aufpassen, dass man mit seiner Kleidung andere Leute nicht provoziert, oder belästigt. Das bedeutet aber auch, dass man Grenzen und Sitten kennen sollte, wie zum Beispiel nicht halb nackt durch die Aula zu rennen. Dennoch sollte jeder selbst entscheiden dürfen, wie er sich kleidet.

 

Ethik (2014/15, 9abcdef)