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Toleranzgruppe am Gymnasium Eckental

Kinderrechte

Kinderrechte in der Familie – Das wollen wir!

 

Ein Beitrag der Ethikgruppe 6bcd / Schuljahr 2015/16

So stellen wir uns ein gleichberechtigtes Familienleben vor:

1. Halbjährlich stattfindende Familiensitzungen zur Besprechung von Wünschen, Ideen und Problemen

2.  Freie Selbstbestimmung: z.B. Freizeitaktivitäten, Wahl der Sportart

3.  Recht auf die eigene Privatsphäre: z.B. eigenes Zimmer, Ungestörtheit

4.  Schutz durch die Eltern bei Schwierigkeiten

5.  Mitbestimmungsrecht – Faire Abstimmung bei Familienentscheidungen

6.  Kompromissfindung

7.  Recht auf Süßigkeiten

8.  Lautstärke: angemessen oder übertrieben? – Diskussion! (vgl. Ruhestörung)

9.  Gemeinsame Unternehmungen, Spiele und Aktivitäten

10. Gesundes Verhältnis zwischen Regeln, Pflichten und Rechten (z. B. Lernen, Hausaufgaben; Spielen, Mediengebrauch usw.)

11. Wahrung der Grund- und Menschenrechte (Meinungsfreiheit, Unversehrtheit der Person, Gleichberechtigung, usw.)

12.  Vertrauen zwischen den Familienmitgliedern herstellen, pflegen und bewahren

13.  Recht auf Taschengeld

14.  Familienleben auf Augenhöhe: Kontrolle und Offenheit im passenden Verhältnis

15.  Recht auf Kontakte zu Mitmenschen außerhalb der Familie

16.  Eigenverantwortlicher Umgang mit Medien (Handy, TV, YOUTUBE, usw.)
17.  Recht auf angemessene Bildung nach individuellen Anlagen – keine Über- und keine Unterforderung!
18.  Selbstbestimmte Wahl der Kleidung

 

 


 

Allgemeine Infos zu den Kinderrechten

(UN-KRK[1]) Artikel 19 Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung

UN-KinderRechtsKonvention Artikel 19:

Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung:

1.       Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormunds oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut.

2.       Diverse Schutzmaßnahmen sollen je nach den Gegebenheiten wirksame Verfahren zur Aufstellung von Sozialprogrammen enthalten, die dem Kind und denen, die es betreuen, die erforderliche Unterstützung gewähren und andere Formen der Vorbeugung vorsehen sowie Maßnahmen zur Aufdeckung, Meldung, Weiterverweisung, Untersuchung, Behandlung und Nachbetreuung in den in Absatz 1 beschriebenen Fällen schlechter Behandlung von Kindern und gegebenenfalls für das Einschreiten der Gerichte.

Hier die festgelegten Grundrechte:

Im Originaltext braucht es dazu 54 Artikel in sehr komplizierter und sicher nicht kindgerechter Sprache. Die UNICEF, die Kinderrechtsorganisation der UNO, fasst den 20 Seiten langen Text in zehn Grundrechten zusammen:

das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht;
  1. das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit;
  2. das Recht auf Gesundheit;
  3. das Recht auf Bildung und Ausbildung;
  4. das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung;
  5. das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln;
  6. das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens;
  7. das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung;
  8. das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause;
  9. das Recht auf Betreuung bei Behinderung.



In der Praxis heißt das, Kinder haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen.



1] UN-Kinderrechtskonvention. Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen und trat am 2. September 1990 in Kraft. Beim Weltkindergipfel vom 29. bis 30. September 1990 in New York verpflichteten sich Regierungsvertreter aus der ganzen Welt zur Anerkennung der Konvention.