OperationRosa
Toleranzgruppe am Gymnasium Eckental

Glossen zu dem Thema Gleichberechtigung: Mann und Frau


Glosse zur Frauenquote Gleichberechtigung
Die Frau Frauenrechte?
Die Gleichberechtigung der Frau: Realität oder Traum? Frauen in der Arbeitswelt




Glosse zur Frauenquote


Seit Neustem gibt es in der deutschen Arbeitswelt die Frauenquote. Aber nicht, weil man mehr Frauen für die männergeführten Berufe begeistern möchte und auch nicht, weil man die Frauen aus ihrer alten KKK-Rolle herausholen will. Sondern eher, weil man die Chefs geradezu zwingen muss, mehr Frauen oder überhaupt welche einzustellen. Bis jetzt werden ihre Bewerbungen nämlich sozusagen links liegen gelassen, auch wenn ihre Fähigkeiten und Leistungen mindestens genauso gut sind, wie die ihrer männlichen Konkurrenten. Die Frauenquote erscheint also als die optimale Lösung für das Problem der Gleichberechtigung von Frauen im Beruf, doch das Ganze hat natürlich auch einen Haken. Denn was ist, wenn Chef und Mitarbeiter wissen, dass die neue Kollegin nur wegen der Frauenquote eingestellt wurde? Vermutlich würde niemand von ihnen glauben, dass sie tatsächlich etwas drauf hat, und so wird sie von ihren männlichen Konkurrenten schneller rausgemobbt, als sie sich überhaupt eingewöhnen kann. Und dann steht man wieder am Anfang des Problems und die Frau bei ihren Kindern in der Küche und wartet darauf, dass ihr Mann von der Arbeit kommt, der dort solche Probleme garantiert nicht hat.


Sophia Gleißner (9d)
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Gleichberechtigung

Ja, bestimmt ist damit gemeint, dass man Menschen zwingt, alle zu respektieren und gleich zu behandeln. Das hilft bestimmt. Jeder weiß, dass die Leute es lieben, zu etwas gezwungen zu werden, das sie nicht tun möchten.

Sei es nun, dass Firmen, aufgrund einer Frauenquote (die zwar angeblich stetig steigt, aber niemand weiß genau um wie viel) Frauen einstellen müssen. Nur um diese daraufhin wieder weg zu ekeln. Oder vielleicht bei Jobs, die als „typische Frauenberufe“ gelten, Männer nicht eingestellt werden, da sie (Überraschung) keine Frauen sind.

Aber halt!  Es gibt auch noch das andere Extrem!

Nehmen wir als Beispiel einen Lehrer, der sehr darauf achtet, Schüler alle gleich zu behandeln. Der Lehrer achtet da wirklich sehr darauf. Vielleicht ein sehr zu viel. Oder zwei. Oder drei. Dann behandelt er ja wieder diejenigen, die er versucht normal zu behandeln anders. Warte mal … eigentlich dürfte ich das ja gar nicht so schreiben, oder? – „Dann behandelt ER ja wieder diejenigen, die ER versucht normal zu behandeln anders.“ Das müsste ich ja anders formulieren. Laut des Pronomens „er“ wäre der Lehrer ein Mann.

Aber Achtung! Es gibt auch Lehrerinnen!

Also, wie müsste der Satz richtig lauten? „Dann behandelt der Lehrer/die Lehrerin ja wieder diejenigen, die er/sie versucht normal zu behandeln anders.“ Das wird irgendwann ganz schön kompliziert. (Besonders, weil man jetzt sogar noch darüber streiten kann, ob jetzt als erstes die Männer oder die Frauen genannt werden)                                

Gut, dass ich nicht auch noch das Wort „Schüler“ verwendet habe, sonst müsste ich die ja auch noch genau bestimmen …

Jule Brenner (9b)
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Die Frau


Die Frau – Ein Wesen, das früher immer unterdrückt und als schwächer angesehen wurde, darf heute sogar arbeiten und ist nicht abhängig von einem Mann. Zu verdanken haben wir das der Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Werden Frauen aber wirklich gleich behandelt wie Männer und als Mitglied der Gesellschaft und nicht nur als ein brauchbarer Gegenstand zum Haushalt machen anerkannt? Zum einem wurde es den Frauen erlaubt, die Arbeit zu wählen, für die sie qualifiziert genug sind, zum anderen werden in manchen Firmen Frauen nur eingestellt, weil es ein Gesetz verlangt. Ist es wirklich nötig, ein Gesetz zu verfassen, was den Mindestanteil an Frauen in Firmen beinhaltet? Ist das wirklich Gleichberechtigung? Die meisten Frauen wollen doch eingestellt werden, weil sie qualifiziert für den Job sind. Sie wollen Aufgaben bekommen, die auch ein Mann lösen soll. Und wenn wir schon bei der Arbeit sind: Frauen werden immer noch an ihren Arbeitsplätzen belästigt. Die Frau ist nicht mehr ein Besitz des Mannes und der Mann darf nicht das mit ihr machen, was er will; vor allem nicht, wenn es gegen den Willen der Frau geschieht. Andersherum soll so ein Phänomen auch nicht auftreten. Jeder Mensch hat eine Würde und niemand möchte, dass diese angegriffen wird. Zusätzlich soll es selbstverständlich sein, dass die Frau weder ein Gegenstand noch weniger Wert ist und auch Bedürfnisse wie das Streben nach Bildung hat.


Ellena Obijou (9b)
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Frauenrechte?


Die Abtreibung ist in Deutschland verboten. Bis auf ein paar Ausnahmen, bei denen man sich nur nicht strafbar machen kann. Etwas vollkommen Legales  kann man also bei einer Abtreibung in Deutschland nicht erreichen. Ich war richtig erschrocken, als ich das gehört habe. In Deutschland ist die Abtreibung verboten. Deutschland, das Land, in dem man doch eigentlich denkt, dass es relativ fortschrittlich ist. Nun ja, eben nur relativ. Die Selbstbestimmung der Frau scheint immer noch untergründig eine unüberwindbare Hürde zu sein. Und es ist bei einer Abtreibung doch die Frau, die darüber entscheidet, ob sie diesen Eingriff bei sich durchführen lassen möchte oder nicht. Es sind vor allem nämlich viele Männer gegen die Legalisierung der Abtreibung. Da frage ich mich doch: „Was habt ihr da eigentlich mitzureden? Euch betrifft es doch gar nicht.“ Was vor allem bezeichnend ist, ist dass überwiegend Politiker der christlichen Parteien sich gegen die Abtreibung aussprechen. – Na klar, Maria soll ja auch 16 gewesen sein, als sie Jesus gebar und jungfräulich noch dazu. Na besser geht es doch gar nicht! – Warum scheinen sich manche Leute das Motto gesetzt zu haben, Frauen das Leben schwer zu machen? Und warum trifft das auf so viel Zustimmung? Man schämt sich regelrecht. Wenn eine Frau abtreiben möchte, muss sie erstmal zu einer Schwangerschaftskonfliktberatung gehen, um sich danach einen Beratungsschein ausstellen zu lassen, mit dem sie erst, ohne sich strafbar zu machen, zu einem Arzt gehen kann, der den Eingriff bei ihr durchführen kann. Das kostet alles Zeit und Nerven, und vor allem die Zeit ist das Drängende. Man kann mit einer Abtreibung nicht ewig warten. Wenn sich eine Frau sicher ist, dass sie abtreiben möchte, dann hat sie auch das Recht darauf, das ohne Umschweife durchführen zu lassen. Aber die meisten Männer mögen die Frauen eben immer noch in der Rolle der Unterworfenen.

Enja Meyer zu Hücker (9d)
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Die Gleichberechtigung der Frau: Realität oder Traum?


Die Gleichberechtigung der Frau ist auch heutzutage für viele Männer ein großes Problem.

Im Beruf verdienen viele Frauen immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen, obwohl sie genauso – oder sogar noch härter – arbeiten.

Wieso ist das so? Weil wir Frauen sind? Weil wir „schwächer“ sind?

Ja, natürlich, so ist das. Das Wort „Frau“ ist gleichbedeutend mit „schwach“. Wenn man eine Frau ist, ist man schwach und kann deswegen ja auch nicht so viel verdienen wie die Kollegen.

Es ist auch nicht so, dass Frauen hart für ihre Erfolge arbeiten oder sonst irgendetwas Ernstzunehmendes tun. Nein, natürlich nicht.

Eigentlich sind Frauen ja nur gut im Kochen und Kinder hüten. Alles andere wäre geradezu lächerlich.

Wenn eine Frau ein kurzes Kleid oder einen Rock trägt, dann will sie doch, dass man sie betatscht. Die armen Männer trifft dabei gar keine Schuld, denn die Frau wollte es ja. Sie hat sie ja geradezu dazu eingeladen. Zum Dank für ihre harte Arbeit wird sie also noch in den Po gekniffen und ihr wird in den Ausschnitt gegafft.

Manchmal reicht der Anstand gerade noch aus, um der Dame die Tür aufzuhalten, doch sobald es um berufliche Karriere geht, achtet man wenig ritterlich auf sie, sondern nur auf seinen eigenen Vorteil.

Frauen sind überall. Frauen sind die Hälfte der Menschheit.

Wieso werden sie von so vielen als minderwertig betrachtet? Wieso sollten Frauen nicht die gleichen Rechte haben wie Männer? Was ist denn so anders an Frauen? Ist es, weil sie mit Brüsten und einer Vagina geboren werden?

Naja, dabei sollten sich die deutschen Frauen ja noch über ihre Rechte freuen.

In Afghanistan sind die Frauen weniger wert als die Haustiere.

In einer Dokumentation, die ich neulich gesehen habe, ging es um den Menschenhandel dort. Mädchen und Frauen werden vererbt, für Tiere und Land verkauft und misshandelt.

Ihre Väter verkaufen sie oft bereits im Alter von zehn Jahren an irgendwelche alten Säcke, die sie misshandeln, missbrauchen und oft einfach umbringen.

Im Vordergrund der Dokumentation stand ein junges Mädchen, das mit zehn Jahren von ihren Verwandten an einen 40 Jahre älteren Mann verkauft wurde.

Im Alter von zwölf Jahren hatte sie bereits zwei Fehlgeburten, dann verprügelte der eigene Ehemann sie so hart, dass sie nie wieder Kinder bekommen können wird.

Ihr gelang die Flucht und jetzt lebt sie ständig in Angst, denn ihr Mann sucht sie, um sie zu töten.

Als ihr Cousin, der jetzige Ehemann ihrer Mutter, vom Kamerateam gefragt wurde, was für ihn der Unterschied zwischen Mann und Frau sei, antwortete er:

„Gott hat die Frauen geschaffen, um zu Hause zu bleiben und die Männer, um nach draußen zu gehen. Der Unterschied ist, dass Männer überall hingehen können, wo sie wollen und Frauen nicht.“

Auf die Frage, warum das so sei, erwiderte er: „Weil sie Frauen sind. Weil sie schwach sind.“

Diese Dokumentation hat mich zutiefst geschockt. Die rückständige Einstellung vieler Männer ist unglaublich. Bei so viel Dummheit fehlen einem wirklich die Worte.

Am besten umgibt man sich einfach nur mit Frauen, dann können viele dieser Probleme einfach vermieden werden.

Wobei ich persönlich Frauen sowieso als die nettere Gesellschaft empfinde. Zumindest schubsen sie einen nicht vom Stuhl, wenn man nach der Französischstunde seine Sachen noch nicht gepackt hat und der „Stuhlbesitzer“ meint, er müsste seinen Hintern jetzt sofort auf den Stuhl pflanzen.

Carla Beck, 9d
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Frauen in der Arbeitswelt


Ansprechen als Belästigungen in Bars – dieses oder ähnliche Frauenklischees sind tagtäglich in den Medien zu hören und sie werden auch noch verstärkt. Doch schauen wir doch zuerst in die Vergangenheit und sehen uns das Verhältnis bzw. den Ablauf des Alltags der Menschen der Neunziger Jahre an. Hier sieht man das klare Bild: Die Frau dient als Hausfrau, Köchin, Mutter und auch noch als Ehefrau. Der Mann hingegen ist der einzige, der in der Familie arbeitet und damit das Geld verdient. Natürlich gibt es dieses Bild vereinzelt in den heutigen südlichen Welt in zum Beispiel in Saudi Arabien, wo die Frauen dort kaum Rechte haben und teilweise auch Menschenhandel getrieben wird bzw. Mädchen im jungen Alter an ältere Menschen verkauft werden; für Schafe, Kühe oder Land. Die Käufer sind meist 30-40 Jahre älter. Dadurch ist es voraussehbar, dass diese Mädchen keine gute bzw. erfolgreiche Zukunft haben, da sie unter anderem keine Chance auf Bildung und Gesundheitliche Unversehrtheit haben. Außerdem bekommen diese Frauen und Mädchen meist später keine Kinder mehr, aufgrund von Vergewaltigungen.

Ein weiteres Problem ist, dass in den Neunzigerjahren die Frauenquote eingeführt wurde und somit die Verpflichtung von jeder Firma, eine bestimmte Prozentzahl an Frauen in ihrer Firma einzustellen. Somit wird meiner Meinung nach das Image der Frau zusätzlich seit der damaligen Zeit runtergezogen und den lokalen Arbeitern ein falsches Bild der Frau übermittelt. „Die ist eh nur hier wegen der Frauenquote“. Einen solchen Satz könnte man sich von den anderen Arbeitern vorstellen. Also folglich hat die Frauenquote das Image der Frau nur mehr runtergezogen und ihr Bild, in der überwiegend männlich besetzten Arbeitswelt, noch mehr kaputt gemacht.

Ein weiteres Argument bzw. wichtiger Punkt in der heutigen Zeit ist das Abtreiben. Hier spielen viele Faktoren eine große Rolle.

-          Wie ist es entstanden?

Geplant und dann bereut oder eher ein kleines Missgeschick (geplatztes Kondom/ nicht verhütet).

Hier geht es größtenteils um Verantwortung und das Gewissen, sich im Klaren zu sein, dass man die Folgen seines Handelns und Nichthandelns ausleben muss, ohne Wenn und Aber. Ein weiterer Punkt ist, dass in so einem Fall einer ungeplanten Schwangerschaft der Mann nichts zu melden hat, da die Frau diejenige ist, die im Fall der ausbleibenden Abtreibung, das Kind 9 Monate im Bauch tragen und somit auch großziehen muss, und nur bei der Erziehung Hilfe vom Mann braucht. Hierbei ist zu beachten, dass Frauen im Falle einer ungewollten Schwangerschaft zuerst zu einer Beratung gehen müssen und dort über Abtreibung reden müssen, um nochmal alles vor Augen zu bekommen, was sie genau machen. Wenn dies gemacht wurde, wird von der Beratungsstelle ein Schein herausgegeben, der bestätigt, dass sie abtreiben darf. Meist ist eine hohe Überwindung nötig, um zu dieser Beratungsstelle zu gehen und mit den lokalen Leuten darüber zu reden. Jedoch bin ich mir sicher, dass die lokalen Berater professionell der Betroffenen helfen werden.

Des Weiteren kann man auch über die heutige Gesellschaft Gegensätze erschaffen. Ein Beispiel dafür ist, dass der Beruf Müllmann eher etwas für Männer als für Frauen ist, obwohl sie genauso den Job erledigen könnten. Ein weiteres Beispiel ist der Beruf Krankenschwester. Warum gibt es so wenige Krankenpfleger und so viele Krankenschwestern? Dies erfüllt mal wieder viele Klischees und Vorurteile. Es gibt natürlich noch viele andere, jedoch wäre es zu lang alle hier anzusprechen.

Jedoch gibt es noch ein wichtiges Thema, das man letztlich ansprechen muss.

Und zwar darf es auf keinen Fall so weitergehen! Es sollte für jeden Gleichberechtigung herrschen, da jeder das gleiche Recht auf Bildung, Freiheit und körperliche Unversehrtheit hat, und für dieses Recht sollte man, finde ich, weltweit kämpfen. – Nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Insbesondere in den Ländern, in denen Frauen als minderwertig bezeichnet werden, ausgenutzt, vergewaltigt oder geschwängert werden und  danach nicht mal die Möglichkeit  haben, frei zu entscheiden, ob sie es abtreiben wollen oder nicht.

Meiner Meinung nach sollte man, in der Gesellschaft, mehr Wert drauf legen, dass Klischees gegen Frauen vernichtet werden und alle gleichberechtigt werden.

Mert Kaan Soylu (9b)
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