OperationRosa
Toleranzgruppe am Gymnasium Eckental

Die Reise des Emerent


Reise in die Heimat - Ein Bericht von Hannah Kutschera

Unser ehemaliger Eckentaler Mitbürger und das immer noch aktive Mitglied bei einem Eckentaler Sportverein Emerent besucht nach Jahren wieder seine Familie in Kamerun


Ein Bericht in vier Teilen

 

Teil I

Am 20. Mai 2015 veranstaltete das P-Seminar „OperationRosa“ am GymEck erstmalig den „Abend der Begegnung“ – in Verbindung mit einer Spendenaktion für Emerent. Mit den Einnahmen und unserer Hilfe möchten wir Emerent einen Flug nach Kamerun zu seiner Familie, die er seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen hat, finanzieren.

Um die Finanzierung zu vollenden, riefen wir anlässlich des alljährlichen ABI-Spiels, diesmal am 19. Juni 2015, alle SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Mitarbeiter in einem Brief dazu auf, gemeinsam für Emerents Reise zu spenden. Zusammen mit den Einnahmen durch den Verkauf von Bratwürsten und Getränken kam schließlich eine stolze Summe von ca. 1100 Euro zusammen. Das war ein sensationelles Engagement der gesamten Schulfamilie, wodurch unser Vorhaben dankenswerterweise gelingen konnte.





Teil II

Am 1. November 2015 trafen sich zwei Mitglieder unseres Seminars mit Emerent bei Herrn Michl, um bei Kaffee und Kuchen den Flug nach Kamerun zu buchen. Das erfreuliche Ergebnis war, dass Emerent am 10. Dezember die Reise in seine Heimat starten und bis zum 26. Dezember die Zeit mit seiner Familie genießen kann.






Teil III
Der große Tag war gekommen. Am 10. Dezember 2015 holten zwei Mitglieder des Seminars zusammen mit Herrn Michl Emerent von seinem neuen Zuhause in der Nähe von Nürnberg ab und fuhren mit ihm zum Nürnberger Flughafen.
Dort angekommen, checkte Emerent ein und es wurde bei einer Tasse Kaffee über sein bevorstehendes Abenteuer sowie über das geplante Zukunftsprojekt (Kooperation des GymEck mit einer Schule in Kamerun) gesprochen. Emerent war verständlicher Weise sehr aufgeregt und voller Vorfreude auf seine Familie. Danach verabschiedete er sich von allen und trat seine Reise nach Kamerun an.













Teil IV
Nach der langen Reise in Kamerun angekommen, wurde Emerent von seiner Familie am Flughafen in Yaoundé empfangen und sie sahen sich nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder. Natürlich war die Freude bei seiner Mutter, seiner Oma und dem Rest der Familie sehr groß.

Er konnte außerdem seinen kleinen Bruder kennenlernen, der geboren wurde, während Emerent in Deutschland lebte, und er nahm ihn zum ersten Mal auf den Arm.

Emerent besuchte die alte Dorfschule. Dort gibt es gemischte Klassen, in denen die Mädchen blaue und die Jungen schwarze Schuluniformen tragen.

Die Lehrer und SchülerInnen müssen mit sehr wenig Lehr- und Lernmaterialien auskommen. Emerent knüpfte zu den Lehrern der Schule Kontakt, um weitere Projekte mit dem Gymnasium Eckental in Zukunft angehen zu können.

Heimreise

Am 26. Dezember 2015 ging es für Emerent wieder zurück nach Deutschland, wo er pünktlich in Nürnberg mit Spezialitäten aus Kamerun für seine Familie im Gepäck landete.  Emerent hat seine Reise in die Heimat sehr genossen und als Zeichen der Dankbarkeit ein handgefertigtes Mitbringels aus Kamerun an Herrn Michl für das Seminar übergeben.